Warum wir touchtennis so lieben

Wir waren jahrelang begeisterte Tennisspieler, sind wir sicher auch heute noch. Allerdings ist touchtennis ganz klar unsere Leidenschaft. Viele von euch fragen sich bestimmt was denn nun so toll daran ist, ist es doch im Grunde nur geschrumpftes Tennis.

Aber es ist noch viel mehr als das. Die Dynamik, die bei einem Spiel entsteht, ist teilweise so intensiv und schnell, dass die Glückshormone nur so sprießen. Nicht selten haben wir bei Leuten, die das erste Mal touchtennis spielen beobachtet, dass sie das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.

Aber reden wir nun Klartext: Durch den kleineren Court, die speziellen Schaumstoffbälle und das 21″ Racket ist das Spiel genau ausbalanciert. Lasst uns gemeinsam herausfinden was das genau bedeutet.

Der Platz:

Der kleinere Platz könnte suggerieren, dass touchtennis nicht so intensiv und anstrengend ist wie Tennis. Klingt erstmal logisch da ich kürzere Distanzen zu überwinden habe. Pauschal ausgedrückt: kleinerer Platz = weniger Laufen.

Jetzt kommt das große ABER: durch das besondere Absprungverhalten des Balles sind die Ballwechsel länger. Zusätzlich zwingt mich der kleinere Platz schneller zu reagieren und meine Bewegung viel öfter  abzubremsen und die Laufrichtung zu ändern. Vereinfacht gesagt bedeutet das: längere, schnellere Ballwechsel mit kurzen Sprints in wechselnden Richtungen.

Holy Moly war mein allererstes touchtennis Match anstrengend. Gleichzeitig hat mein Körper so viele Endorphine ausgeschüttet, dass ich die Auswirkungen der Matches erst am Abend gespürt habe in Form eines ordentlichen Muskelkaters im Arsch.

Der Ball:

Es ist ein ganz besonderer Ball, der diese schnellen und  langen Ballwechsel erst ermöglicht. Er besteht aus Schaumstoff, und wurde speziell für touchtennis entwickelt. Er ist ein wenig voluminöser als die restlichen Bälle auf dem Markt. Außen weich, hart und schwer im Kern. Dadurch fliegt er sehr schnell wenn er getroffen wird. Ist er aber einmal auf dem Boden aufgekommen, dann verlangsamt er sich je nach Eintreff-Winkel, das bedeutet, dass  ich selbst bei sehr hart geschlagenen Smashes noch die Chance hab an den Ball ranzukommen.

Hier müssen wir auch erwähnen, dass sich dieser Ball nicht für Kleinfeld-Tennis-Training von Kids eignet. Der Ball springt für die Kleinen viel zu hoch und fliegt zu schnell. Deshalb ist touchtennis auch ganz klar ein Sport für Erwachsene, auch wenn das kleinere Feld erst mal einen an Kleinfeld-Tennis für Kids erinnert.

Im Umkehrschluss muss ich beim Volley sehr schnell reagieren, wenn der Ball schnell angeschossen kommt. Zum Glück passiert nichts, wenn man einen harten Körpertreffer abbekommt, der Ball ist ja weich.

Die Schläger:

Sie sollten nicht länger sein als 54 cm sein mit einem 107er Kopf. Ein Zentimeter hin oder her macht nichts aus. Es sollte aber auf jeden Fall nicht signifikant grösser oder kleiner sein und auf gar keinen Fall ein normal großer Tennisschläger sein. Der Sport heißt nicht umsonst touchtennis. Man muss also schon den Ball gefühlvoll spielen können. Hätte aber der Schläger eine signifikant andere Größe als empfohlen, dann ist das nicht mehr möglich. Wir haben es zum Beispiel ausprobiert mit unseren normalen Tennisschlägern zu spielen, da wir nicht glauben konnten, dass es so einen riesen Unterschied ausmacht. Oh man, oh man haben wir uns da geirrt. Es ist quasi fast unmöglich den Ball schnell zu schlagen ohne dabei völlig die Kontrolle zu verlieren,  oder bei rasanten Ballwechsel mit dem schweren und großen Tennisschläger so schnell auszuholen.

Es macht also absolut Sinn die empfohlene Schlägergröße zu nutzen, um maximalen Spaß im Spiel zu haben.

to be continued…